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Vexeo Diskussion: Web 3.0 – Wo geht die Reise hin?

Vexeo Diskussion: Nicht erst seit Web 2.0 steigen die Datenmengen im Internet ins Unermessliche. Das Problem vor das uns das heutige Internet, wie wir es kennen, stellt, ist, dass wir diese Datenmengen nicht sinnvoll geordnet oder strukturiert vorliegen haben. Je mehr Daten in das Internet gelangen, desto schwieriger wird es passende Informationen zu finden, diese herauszufiltern. Google und Co. können oft nicht mehr weiter helfen, wenn durch Mehrdeutigkeit, die Anzahl an falschen Treffern zu hoch ist. Die riesige Informationsmenge verringert unsere Informationsqualität. Die Vision, die uns aus dieser Zwickmühle befreien soll, stammt von keinem geringeren als Tim Berners-Lee, der als Erfinder des World Wide Webs gilt. „Semantic Web“ ist der Begriff und derzeit Thema einer W3C Arbeitsgruppe.

Computer heute, sind in der Lage Daten zu verwalten, diese zu durchsuchen, jedoch nicht zu interpretieren oder in Zusammenhänge zu bringen. Der Computer kann uns zwar eine Reihe an Informationen bereitstellen, um diese jedoch auf ihre Relevanz hin zu interpretieren und zu werten, müssen wir diese selbst durchlesen. Semantic Web, oft auch schon als Web 3.0 gepriesen, soll das ändern. Ziel ist es, das Gedächtnis-Internet mit semantischen Informationen zu erweitern und so ein Computer-Verständnis zu entwickeln. Die Visionen über Semantic Web, basieren jedoch nicht auf eine künstliche Intelligenz. Metadaten sollen dem Computer erlauben Beziehungen zwischen verschiedenen Datenquellen zu verstehen. Dieses Verständnis ist jedoch nicht vergleichbar mit dem des Menschen. Der Computer ist lediglich in der Lage zwischen vorhandenen Informationen logische Verbindungen herzustellen und auf dieser Basis Entscheidungen zu treffen.

Die Auswirkungen und Möglichkeiten eines solchen Webs sind riesig. Nicht nur, dass sich Suchvorgänge und Recherchen erheblich schneller durchführen lassen. Der Mensch kann nun das gesamte im Internet verfügbare Wissen auf sinnvolle Art und Weise kombinieren und nutzen. Von der wissenschaftlichen Forschung bis hin zur Verbrechensaufklärung, würde das Semantic Web, so, einen riesigen Fortschritt bedeuten.

Das Vexeo Blog Team freut sich auf Kommentare und Ihre Meinung zu diesem Thema. Wohin denken Sie, geht die Reise des Webs?

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18 Responses to Vexeo Diskussion: Web 3.0 – Wo geht die Reise hin?

  1. VoRo sagt:

    Hi,
    also ich finde das WEB 3.0 bzw. Semantic Web Thema ganz interessant. Das soll nicht heissen das ich es voll und ganz gut heisse. Die erwähnten Möglichkeiten die uns das WEB 3.0 bieten kann, sind enorm und vor allem ERREICHBAR. Aber wenn man mal an die negative Seite denkt, kann es auch gefährlich werden.
    Wenn “Normale User” solche Möglichkeiten haben, wie z.B. sich erklären zu lassen ( und das ja zu 100 % ) wie man die perfekte Bombe baut, oder vielleicht andere schlimme Dinge entwickeln oder erstellen kann, wo reicht dann das WEB 3.0 hin.Was machen dann ” die User ” die es nicht sinnvoll nutzen möchten sondern wirklich etwas schlimmes planen. Aber im Großen und Ganzen denke ich, dass uns das Semantic Web sehr weit bringen bzw und helfen wird.
    Datenmengen werden im Nu übertragen. Keine lange Wartezeiten mehr bis der Download abgeschlossen ist.Je nachdem wie es sich entwickelt, könnte es meiner Meinung nach passieren, dass man USB Sticks oder allgemeine Datenträger nicht mehr benötigt, sondern alle Daten auf einem FTP Server speichert und dann je nach Wunsch runterlädt. Das geht zwar jetzt auch schon, aber wie lange dauert es einen HD Film runterzuladen. Das WEB 3.0 könnte eine Basis für neue Übertragungsmöglichkeiten bieten.

    Aber wer weiss das schon. Lassen wir es, so wie alle Dinge, auf uns zu kommen.

    Gruß VoRo

    • Interessant sagt:

      Eine Horrorvorstellung, dass meine Daten/Dateien auf Servern liegen und vielleicht ein Hacker, oder ein Admin Zugriff darauf hat!

  2. lala sagt:

    Semantisches Web ist eigentlich keine so neue Entwicklung, oder? Die Suma-Betreiber (und auch andere) forschen seit Jahren an der Entwickung des semantischen Webs. Die Frge ist also nciht “ob” sondern nur “wann” es kommt. Im Zeitalter der schnellen Informationsbeschaffung ist das semantische Web auch die einzig logische Ausbaustufe.

    Grüße!

  3. MP sagt:

    Hallo zusammen…

    @VoRo: ich denke, dass die Personen die auf der Suche nach solchen “negativen” Informationen sind, diese auch heute schon finden. Für den “normalen” User hingegen wird dies ein wichtiger Quantensprung sein. Davon bin ich überzeugt!

  4. Tumi sagt:

    Hi,

    das Web 3.0. ist ein denkendes Web, eine sogenannte künstliche Intelligenz, das uns alle nötigen Informationen liefert, die wir bei einer Suchanfrage stellen. Deshalb wird diese Reise nie ein Ende haben und den “normalen” User ein hilfreiches Intrumentarium sein.

    • Dirk sagt:

      Hallo zusammen,

      ich kann dies nur bestätigen. Es kann weder schlecht noch verwerflich oder gar gefährlich sein, wenn die semantischen Zusammenhänge, die logischen Inhalte, Sachverhalte und mögliche Interessenspunkte und Offerten dem Nutzer ganzheitlich zur Verfügung gestellt werden. Es kann mir nur helfen alle möglichen Informationen erhalten zu können. Ob ich dann alle nutzen möchte oder brauche ist mir und meiner Anfrage zuzuschreiebn. Aber die Chance, alle Inhalte zu vernetzen und automatisch Zusammenhänge durch die Google-Suche zu erzielen ist meines Erachtens phänomenal. Natürlich muss die Privatspähre des Einzelnen bewahrt bleiben und man muss weiterhin vorsichtig und sorgsam mit den bereitgestellten Daten umgehen.

      Beste Grüße,
      Dirk

      • Jan sagt:

        Hallo Dirk,

        ich muss dir zustimmen, dass es enorme Verbesserungen der Internetnutzbarkeit geben wird, wenn die Suchstrukturen oder besser gesagt die Wissensstrukturen des Internets aus logischen inhaltlichen Zusammenhängen bestehen.

        Diese positive Seite bringt jedoch gleichzeitig eine negative des Internets mit sich.

        Wenn das Internet auf semantischen Zusammenhängen basiert, wird es zu einem noch viel schwerwiegenderen Datenschutz-Problem kommen, als es bis jetzt schon der Fall ist. Es wird in diesem Rahmen der semantischen Strukturen keine Möglichkeit mehr geben, einst bestandene Zusammenhänge zu entflechten.
        Somit ist der User im Internet gläsern, da Zusammenhänge über sein individuelles Internetnetverhalten offenkundig dargelegt und für jedermann zugänglich gemacht werden.

        Beste Grüße
        Jan

        • Dirk sagt:

          Der “gläserne” Mensch begegnet uns durch und bei Google. Aber auch ohne: Aufgrund von Werbe- und Marketingaktionen werden mittlerweile doch von fast jeder Sparte, Branche, Medienkanälen die Usereingaben und -auswertungen offenkundig und stetig eruiert, egal ob durch Umfragen, auszufüllende Newsletter oder Evaluationsbögen. Ein Unternehmen möchte den Absatz und somit den Umsatz vergrößern und dazu muss einfach die Kundenvielfalt und -struktur der gewünschten Produkt- und Preispolitik genüge tun. Der Kunde möchte ja seine Wünsche schnell, einfach und gebündelt erfüllt bekommen. Somit sollte er die Offenheit seiner Daten und Ansprüche anerkennen.

          MfG
          Dirk

  5. MM sagt:

    @Interessant
    Bei Facebook und Co. braucht es keinen Hacker um an alle privaten Daten zu kommen. Je mehr das Internet und seine Dienste personalisiert werden, desto mehr gerät der Datenschutz in den Hintergrund. Wäre nur interessant ob sich das in den nächsten Jahren wandelt und User wieder mehr Privatsphäre fordern.

  6. MB sagt:

    Meiner Meinung nach wird Datenschutz in der nächsten Generation eine untergeordnete Rolle spielen. Das ist der Preis für uneingeschränktes Wissen – und das bietet ein intelligent verknüpftes neues Web.

  7. Birne sagt:

    Ich vergleiche das Internet ja durch die zunehmende Datenmenge und dadurch verbunden die Informationsvielfalt, manchmal wie ein sich aufblähendes Universum, das wahrscheinlich irgendwann einen Punkt erreicht, wo es wieder in sich zusammenfällt. Es müsste eher an der Kontinuität und Integrität gearbeitet werden, Inhalte nicht nur qualitativ sondern auch aktuell bereit zu stellen, ohne das das irgendwie zu Datenverlusten führt. Wem nützt es schon wenn er für einen Suchbegriff gleich 1000 mal diesselben Inhalte bereit gestellt bekommt?

  8. Maggus sagt:

    also ich finde Datenschutz sehr wichtig sonst hat man ja bald überhaupt kein Privatsphäre mehr.

    Gruß
    Maggus

  9. Rinchen sagt:

    Ich finde das Thema sehr interessant! Ob positive oder negative Kritiken darüber kommen (werden) bin ich der Meinung,daß man Vorschritt nicht stoppen sollte/kann. Für wann ist das geplant?

  10. Laura T. sagt:

    Hallo Zusammen,

    also ich habe dabei keine großen Bedenken. Ich denke sogar das uns das nur weiterhelfen kann, das Internet noch besser und konstruktiver zu nutzen.

    Liebe Grüße

  11. Rinchen sagt:

    Ich finde das Thema sehr spannend! Egal ob positive oder negative Kritiken darüber kommen, Fortschitt ist unerlässlich und auch Notwendig!!!

  12. Mina sagt:

    @Rinchen
    Zu deiner Frage für wann das Semantic Web aka Web 3.0 geplant ist.

    Einen festen Zeitpunkt wird es nicht geben. Fakt ist , dass man sich schon seit Jahren mit dem Thema beschäftigt. Es wird noch einige Zeit dauern und einiges an Entwicklung in die Richtung geben, bis man unser Web 2.0 dann Web 3.0 nennen kann. Einige erste semnatische Anwendungen gibt es bereits schon, wie zum Beispiel Die Vertreter des Semantic Web werden bei ihren Entwicklungen noch genug über technische und Datenschutz- betreffende Probleme stoßen, bis es endlich soweit ist. Lassen wir uns also überraschen!

    LG

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