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VZ-Netzwerke: Der Kampf ums Überleben gegen Facebook

Vexeo berichtet: Das Berliner Unternehmen VZ Netzwerke Ltd. kämpft aktuell gegen die drastisch rückläufige Nutzung ihrer VZ-Netzwerke MeinVZ, SchülerVZ und StudiVZ. Entsprechend muss gehandelt werden. Das Ziel: Eine Stabilisierung der Nutzerbasis. Der Plan: Eine Umgestaltung der VZ-Netzwerke mit Hilfe der Nutzer.

Der Absturz in Zahlen

Zwar zählen die VZ-Netzwerke derzeit noch rund 16 Millionen registrierte Nutzer, aber die aktive Nutzung der Plattformen ist stark rückläufig. Im Mai 2010 erreichten die VZ-Netzwerke noch 466 Millionen Besuche. Schaut man sich im Vergleich den August 2011 an, gab es einen Rückgang von über 70 Prozent – mit nur noch rund 130 Millionen Besuchen. Die Anzahl der Pageimpressions pro Monat sind in dieser Zeit von 13 Milliarden auf heute nur noch 2,3 Milliarden gefallen.

Die neuen VZ-Netzwerke – Umsetzung und Veränderung

An den überarbeiteten Netzwerken wurde fast ein Jahr lang getüftelt. Zwar hat sich auch auf den ersten Blick einiges auf den Plattformen geändert, doch das Interessante ist, wie die Neuentwicklung von statten geht – in einem evolutionären Verlauf der Weiterentwicklung. Mittendrin befinden sich die die Nutzer, die mitbestimmen sollen.

Entsprechend gehen die neuen Varianten zunächst mit einer Testversion online. Die alten Plattformen bleiben zunächst bestehen, sodass die Nutzer jederzeit wechseln können. SchülerVZ erhält mit Petrol einen neuen Farbanstrich und MeinVZ mit FreundeVZ einen neuen Namen.

Vor allem aus technischer Sicht soll das neue VZ eine starke Wandlung bringen. Neue Funktionen sollen schneller entwickelt und veröffentlicht werden können. Clemens Riedl, VZ-Chef, sprach mit golem.de diesbezüglich über „Marktstandard“ und „Internationalisierung“. Die damals technisch schlechte Plattform sei auf internationaler Ebene nicht konkurrenzfähig gewesen. Nun könne man auch wieder international antreten.

Auch finanziell hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Riedl teilte mit, dass im Jahr 2010 die VZ-Netzwerke rund 30 Millionen Euro umsetzten. Der Umsatz ist im ersten Halbjahr 2011 um weitere 30 bis 40 Prozent gestiegen.

verfasst von: Marc Hartung-Knöfler

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